Mehrtagestour nach Krakau

Als Ziel seiner diesjährigen Mehrtagestour hatte sich der RSC die geschichtsträchtige Stadt Krakau in Polen ausgesucht. Die akribische Planung im Vorfeld durch Vorstand Erwin Heger ermöglichte eine eher ungewöhnliche Routenführung durch die bergige Slowakei, wo doch dieses lohnende Ziel sonst eher über Tschechien angesteuert wird. So wussten die fünf Radsportler wohl im Groben, auf was sie sich einließen, die eigentlichen Herausforderungen ergaben sich dann aber einmal mehr auf der Strecke, wo es gegen Hitze, Regen, Wind und auch manchen unangenehm verkehrsreichen Abschnitt anzukämpfen galt.

Am ersten Morgen ging es bei hochsommerlichen Temperaturen zunächst auf ruhigen Wegen über das Salzburger Seenland und den Kobernaußer Wald, vorbei an Ried im Innkreis Richtung Osten. Die Überquerung der Donau bei Aschach war die Eintrittskarte in das hügelige Mühlviertel, wo am Spätnachmittag nach anstrengender Hitzeschlacht, jedoch bei bester Stimmung  das Etappenziel nahe Freistadt erreicht wurde.

Schon am nächsten Morgen aber wurde die Moral des Fünf-Mann-Teams auf die Probe gestellt: Dauerregen war angesagt und zudem sorgten die stark gefallenen Temperaturen während einiger Pannen und Verpflegungspausen für Gänsehaut.  Nichtsdestotrotz erreichte man planmäßig das Tagesziel im Weinviertel nahe am Dreiländereck Österreich-Tschechien-Slowakei.

In der Morgenkühle des dritten Tages ging es flott voran über den Grenzfluss March in die Slowakei. Über die ersten Ausläufer der Karpaten tauchte man ein in die herrliche Flusslandschaft entlang der Waag, die jedoch bei Trencin Richtung Osten verlassen werden musste. Weiter ging es zum Teil auf der Europastraße E572, die nur auf wenigen Abschnitten umfahren werden konnte und aufgrund des Schwerverkehrs nicht wesentlich zum Genuss der Etappe beitragen konnte. Erst kurz vor dem Tagesziel in Prievidza am Fuß der Westkarpaten entschädigten wieder erholsam-ruhige Pfade für den erlittenen Verkehrsstress.

Für den vierten Tag war die „Königsetappe“ angesagt, galt es doch insgesamt fünf Karpatenpässe, gemischt mit zahlreichen kurzen, aber steilen Anstiegen zu bewältigen. Um dieser Herausforderung  gerecht zu werden, wurde der morgendliche Start auf sieben Uhr vorverlegt. Der reizvolle Kurs führte durch den Nationalpark Niedere Tatra vorbei am Liptauer Stausee und die Hohe Tatra talwärts in das polnische Wintersportzentrum Zakopane. Dort hatte sich das Tagespensum auf 210 Kilometer und 3400 Höhenmeter summiert. Bei teilweise brütender Hitze hatte Gerti Wimmer im Begleitfahrzeug alle Hände voll zu tun, um die Radsportler immer rechtzeitig mit Getränken und den nötigen Kalorienspendern zu versorgen.

Nachdem die „Plichtaufgaben“ erfolgreich bewältigt waren, wurde die letzte Tagesetappe beinahe zur Kür, hätte der Planer nicht den direkten Weg noch um einige kleinere „Schikanen“ erweitert. Auch die hochsommerlichen Temperaturen setzten noch einmal zum Rekordversuch an, aber ansonsten hätte der Tag für das RSC-Team nicht schöner werden können: Auf wunderbar ruhigen Straßen durch die bäuerlich strukturierte Hügellandschaft Kleinpolens wurde am Spätnachmittag nach insgesamt 980 Kilometern und 11000 Höhenmetern Krakau an der Weichsel erreicht, wo der erfolgreiche Tour-Abschluss am Abend inmitten des lebhaften Treibens der Krakauer Altstadt gefeiert wurde. Eine Stadtführung am Tag danach rundete das Unternehmen ab und man war sich einig, dass den inzwischen zahlreichen 1000-Kilometer-Touren des RSC ein weiteres „Highlight“ hinzugefügt werden konnte.

 

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