Cindy Friebel vom RSC Götzing belegt Platz 2 beim King Of The Lake 2020 – Wolfgang Erler gewinnt Klasse RR Ü70

Bereits zum zehnten Mal fand dieses Jahr der KOTL (King Of The Lake), das Zeitfahren rund um den Attersee, statt. Das größte Time Trial Event in Europa lockt jedes Jahr über 1.400 ambitionierte Radsportler an den Attersee, um die für den Autoverkehr gesperrte 47,2 Kilometer lange Strecke im Zeitfahrmodus (Einzelstart, kein Windschattenfahren) möglichst schnell zu absolvieren. Auch dieses Jahr waren wieder Rad-Eliteteams, Profi-Einzelstarter, Amateurfahrer, 10er und 4er-Teams als auch Hobbyfahrer aus über 19 verschiedenen Nationen am Start.

Nach ihrem sechsten Platz im Vorjahr hatte sich Cindy Friebel für dieses Jahr gute Chancen auf einen Stockerlplatz ausgerechnet. Ihre gute Form deutete sich bereits mit dem Gewinn des Zeitfahrens am Salzburger Ring Ende Juli an. Dass sie sich am Attersee gegen Elite-Zeitfahrerinnen aus ganz Europa durchsetzen kann, war jedoch noch einmal eine ganz andere Nummer.

Cindy Friebel

Bei sehr guten Wetterbedingungen ging Friebel um 14:12 als eine der ersten Topfahrerinnen auf die Strecke. Gleich zu Beginn gab Friebel so richtig Gas, bis zur Hälfte des Rennens am Nordende des Sees hatte sie eine Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 44 Km/h auf dem Tacho stehen.

Der entscheidende Teil der Strecke mit einigen knackigen Gegenanstiegen und mit Gegenwind beginnt aber erst bei der Rückfahrt nach Schörfling an der Ostseite des Sees. Doch Cindy Friebel hatte sich ihre Kraft gut eingeteilt und konnte am Ende mit einer Zeit von 1:08:49,21 (41,2 Km/h) finishen. Das bedeutete für Sie Platz 2 hinter Lisa Brömmel, der Neunten der diesjährigen deutschen Zeitfahrmeisterschaften.

Der zweite potentielle Sieganwärter des RSC Götzing für den King Of The Lake war Wolfgang Erler, der in diesem Jahr seinen 73ten Geburtstag feierte und, der in der Klasse Ü70 den Sieg anpeilte, nachdem er 2018 auf Rang 3 kam und letztes Jahr mit einem knappen Rückstand Platz 2 belegte. Dieses Mal klappte es endlich für Erler, der 2020 bereits über 17.000 Trainingskilometer in den Beinen hat. Mit einer Zeit von 1:23:46,79 (33,8 km/h) distanzierte er seine Konkurrenten klar und belegte Platz 1 in seiner Altersklasse.

Wolfgang Erler

In der Klasse Rennrad U40 traten Florian Rückerl und Severin Stavinoha (startete für sein Rennteam Next Level Racing) an. Rückerl, der dieses Jahr ebenfalls schon über 14.000 Trainingskilometer absolviert hat, konnte seine Zeit vom Vorjahr um zweieinhalb Minuten toppen. Mit einer Zeit von 1:09:05,40 (41,0 km/h) kam er auf Rang 16. Das Ziel für Severin Stavinoha war in diesem Jahr, seine persönliche Rekordzeit von 1:10:59,79 (39,9 km/h) zu überbieten. Mit einer Zeit von 1:10:43,02 (40,0 km/h) schaffte er dieses Vorhaben ganz knapp und belegt hinter Florian Rang 21.

Florian Rückerl
Severin Stavinoha

In der Klasse Rennrad U50 war Knut Haase für den RSC Götzing am Start. Für Knut war der King Of The Lake das erste Zeitfahren überhaupt. Entsprechend dosiert ging er deshalb diese Herausforderung an. Doch der Gießener Radsportler, der erst seit 2018 den Radsport intensiver betreibt, überraschte sich selbst mit einer Zeit von 1:14:57,22 (37,8 km/h) und Rang 18.

Knut Haase

Ohne große Erwartungen ging auch Birk Alwes, einer der Triathleten des RSC-Götzing, an den Start. Alwes hatte in dieser Saison nicht sehr viel Zeit für Radtraining und überraschte sich selbst ebenfalls mit einer sehr guten Zeit von 1:16:34,19 (37,0 Km/h) in der Klasse Zeitfahrrad und war damit nur unwesentlich langsamer als im Vorjahr.

Birk Alwes

Als letzter Fahrer des RSC Teams ging schließlich Karl-Heinz Stavinoha um 17:20 Uhr in der Klasse U60 Zeitfahrrad an den Start. Die Ziele für dieses Jahr waren für Stavinoha ganz klar definiert: Vorjahreszeit überbieten und den jungen Vereinskolleg*innen Paroli bieten. Beide Ziele konnte er umsetzen: Über zweieinhalb Minuten schneller als im Vorjahr und schnellster Fahrer des RSC Teams. Wobei dieser Vergleich natürlich sehr hinkt, weil die Starter in der Rennradklasse aufgrund von aerodynamischen Nachteilen von Haus aus mindestens drei bis vier km/h langsamer sind als ein Rennfahrer auf dem Zeitfahrrad und die weibliche Starterin des RSC Götzing einen Gewichtsnachteil von mehr als 30 Kilogramm (Muskel)-masse nur schwer wettmachen kann. Dennoch freute sich der Mastersrennfahrer über seine Zeit von 1:07:23,5 (42,0 km/h) und Rang 26.

Karl-Heinz Stavinoha

RSC Team

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