RSC Pyrenäenüberquerung 2015

In sieben Tagen von Ripoll/Katalonien bis nach Lekeitio/Baskenland am Atlantik. So war der Plan von uns drei Götzinger Radfahrern Christoph S., Severin Stavinoha, Karl-Heinz Stavinoha und unserem „Betreuer“ Peter im „Partybus“. Aber erst einmal mussten wir 1.500 km durch halb Europa im Auto fahren, bevor die erste Etappe der Tour in Angriff genommen werden konnte. In der Schweiz stiegen dann noch unsere Düsseldorfer Radkollegen Carsten Magdsick und Norbert Münst in den Partybus ein.

Ach ja, und dann hatte sich noch ein blinder Passagier an Bord geschlichen.20150619_115334

Beinahe wäre unsere Abenteuer beendet gewesen, bevor wir überhaupt einen einzigen Kilometer auf dem Rad gesessen sind. Kurz vor Montpellier ist es nämlich einem Reifen des Partybus bei Tempo 130 etwas zu heiss geworden.20150619_183146

Doch dank einem Bus voller Experten war der Reifen schnell gewechselt und die Fahrt konnte ohne weitere Probleme fortgesetzt werden:20150619_183751

Und natürlich wurde die erfolgreiche Reparatur auch ausgiebig gefeiert. Schließlich musste die 1.000 Watt Stereoanlage auch zum Einsatz kommen:20150619_163855

Nach 17 Stunden Fahrt und einer kurzen Nacht im Hotel war es dann endlich soweit. Die erste Etappe von Ripoll über Andorra nach Ax-Les-Thermes in Frankreich mit einer Länge von 130 Km und 2.400 Höhenmeter konnte in Angriff genommen werden. Die katalanische Wirtin „Uschi“ wünschte uns noch viel Glück und dann ging es los.DSC_6419

Der erste Pass war noch ein Klacks:IMG_2359

Doch bereits der erste „richtige“ Pass Col del la Creueta ließ erahnen, was uns in den nächsten Tagen erwarten würde.DSC_6434

Und mit dem zweiten Pass des Tages, dem Col de Puymorens, stand auch gleich ein Tour de France Pass auf dem Programm, der mit 700 Höhenmeter Anstieg und 7% durchschnittlicher Steigung relativ angenehm zu fahren war.DSC_6454

Peter, Partylöwe im PartybusDSCN5388

Am zweiten „Tourtag“ eroberten wir mit dem Plateau de Baille, dem Col de Port und dem Col d’Agnes gleich drei super schöne Tourklassiker. Nicht ganz geplant war die „Offroad“-Fahrt über die ersten 500 Höhenmeter auf das Plateau de Baille. Dieses Ei hatten uns die Tittmoninger Bergbeisser gelegt, deren GPS Tracks wir verwendeten.IMG_2373

Die ersten 1.200 Höhenmeter des Tages sind geschafft:DSC_6474

Carsten auf dem Col d’AgnesIMG_0848

Am dritten Tag unserer Pyrenäenüberquerung wollten wir uns eigentlich schonen, weil wir wussten, dass am nächsten Tag die Königsetappe mit über 4.100 Höhenmeter bevorstand. Doch diese Etappe hatte es in sich. Steile Anstiege, in Summe 2.400 Höhenmeter und eine unerbärmliche Hitze kosteten uns an diesem Tag einige Körner.

Christoph und Severin am ersten Pass des Tages, dem Col de la CoreDSC_6508

Am Col Portet-d’Aspet war die Hitze fast nicht mehr auszuhaltenDSC_6510

Severin erobert als Erster den Col de MenteDSC_6529

In Bagneres-de-Luchon freuen sich die Fahrer, dass sie die Hitzeschlacht überstanden habenDSC_6551

Am vierten Tag unserer Pyrenäenüberquerung war es dann endlich so weit. Mit Col de Peyresourde, Col d’Aspin, Col de Tourmalet und dem Anstieg hinauf nach Cautarets konnten die ganz großen Pyrenäenklassiker von der Passliste gestrichen werden. Satte 4.100 Höhenmeter und 170 Kilometer mussten die RSCler an diesem Tag bewältigen. Alle waren bis in die Haarspitzen motiviert und jeder Pass wurde natürlich auf Anschlag gefahren. DSCN5376IMG_2413DSCN5379

Tag 5 begann erst einmal mit 500 Höhenmeter Abfahrt auf jungfräulichem Strassenbelag, der gerade für die Tour de France aufgebracht wurde, die in drei Wochen in Cautarets Station machen würde. Nach ein paar flachen Kilometern bis nach Argeles-Gazot begann der Anstieg zum nächsten Tour Klassiker Col d’Aubisque.DSC_6642

Und, kaum zu glauben, aber an diesem Tag hatten wir wirklich nur noch einen weiteren Pass zu fahrenDSC_6660

Der sechste Tag sollte dann noch einmal richtig hart werden. Wir überquerten wieder die Grenze von Frankreich nach Spanien und waren mitten im Baskenland. Die Landschaft der Alantikpyrenäen ist jetzt nicht mehr ganz so schroff, wie in den Tagen zuvor. DSC_6669DSC_6688Der erste Anstieg des Tages hatte es in sich. Nach sechs anstrengenden Tagen, gleich nach dem Frühstück eine Auffahrt über 1.200 Höhenmeter und durchschnittlich 13-15% Steigung hätte es nun wirklich nicht mehr gebraucht. Und dann hat dieser Brocken noch den unausprechlichen Namen BARGAGIETAKO LEPOA. Das kann man zuhause keinem erzählen.

Steile Anstiege sind Christoph’s RevierDSC_6697

Die Landschaft muss man einfach genießenDSCN5437

Bei so einer Tour macht man sich auch ab und zu zum AffenDSC_6732

Doch die Freude ist unbändig, wenn man nach 900 Kilometern und 19.000 Höhenmetern auf die Bucht der Biskaya schaut und weiß, jetzt sind es nur noch 5 Kilometer….IMG_2429

….man weiß, dass man in der nächsten Zeit nicht mehr 8 Stunden pro Tag im Sattel sitzen muss….IMG_2430

…..man hat das super Gefühl: Wir haben es geschafft…..DSC_6755

…..Du kannst das Beach-Life genießen….IMG_2454

…..Du kannst futtern bis es Dir zu den Ohren heraus kommt….20150627_190451

…und trinken, ohne dass Du am nächsten Tag schwer dafür büssen musst…20150627_162239Ich sage Euch, das ist herrlich!

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